vom 1. Mai 2007 in Neues | Kommentar schreiben

DEKALOG – DIE KÜNSTLER

dekalog_cover.jpgSchon seit Januar 2007 hängen die ZEHN Bilder hier im Speiseraum. Nun stellen sich die Künstler vor. Ich hab sie gebeten, etwas zu ihrem Bild zu schreiben. Nachfolgend die Antworten wie sie in meinem Posteingang gelandet sind (Stefan Hage):
 
 

gebot_01.jpg Ich heiße Anja Ludwigs, bin 19 Jahre alt, komme aus der Nähe von Teterow und habe demnächst meine Abiprüfungen. Von mir wurde das erste Gebot gestaltet, wobei dieses für mich persönlich einen zentralen Glaubenspunkt bedeutet. Das Bild zeigt ein Den-richtigen-Weg-suchen-und-finden, wobei man dabei den verführenden Irrwegen widerstehen muss. Ich hoffe doch, es ist weder zu wenig noch zu viel und inhaltlich auch verwendbar. Sonst schick mir Beschwerden zu.
mfg Anja
 
 

gebot_02.jpg Ich bin Maria Auerbach, 21 Jahre alt, aus Wismar und wohne derzeit in Leipzig. Dort besuch ich die Abendakademie im Bereich Medienkunst und mach grad ein Praktikum in Rohfilm Filmproduktion. Das zweite Gebot: im klassischen Sinne halte ich mich überhaupt nicht an dieses Gebot, ich fluche oft und viel. Im Namen Gottes, nun ich weiß nicht, denke ich zurück, habe ich eher die geläufigen Fluchbegriffe benutzt, aber ausschließen kann ich es nicht. Ein schlechtes Gewissen oder das Bewusstsein, dabei ein Gebot gebrochen zu haben, habe ich nicht. Sie haben im religiösen Sinne keine Bedeutung für mich; aber im moralischen.
Lieben Gruß, Maria

 
 

gebot_03.jpg Ich bin Florian Scholz, bin 21 Jahre alt und meine Hobbies sind... Herkunft: ursprüglich Wismar, jetzt im Moment Schwerin, Tätigkeit: Studium/Ausbildung (irgendwas dazwischen) in Grafik/Design. Zu meinem Bild: da ist ja nicht viel zu sagen! Ich hatte das 3.Gebot: "Du sollst den Sonntag ehren". Das heißt also, dass am Sonntag - dem siebten Tag der Woche - nicht gearbeitet werden soll und daraus resultiert auch meine Bildgestaltung. 7 Kalenderblätter für die 7 Tage der Woche und 1 Verbotsschild mit einem arbeitenden Bauarbeiter, an welches der Sonntag geheftet ist. Naja... Hau rinne! Falls was is kannst ja durchrufen, Handy-Nr. steht sonst im Studi-VZ-Profil.
ahoi flo
 
 

gebot_04.jpg Steckbrief Marius Dolgner: Alter: 20/ Neubrandenburg/ Zur Zeit Zivi in der Kranichschule für individuelle Lebensbewältigung in NB/ Hobbys: Computerspielen, Kirchenkram/ Ich mag: schönes Wetter und die eine von der Girlgroup aus dem Radio/ Ich mag nicht: schlechtes Wetter und die anderen Mädles von der Girlgroup/ Warum ich mein Bild so und nicht anders gemalt habe: 1.Besser kann ich nicht, 2.Wer sollte auch wissen das Stefan solche Topkünstler anheuert, 3.Warum mein Bild trotzdem ganz prima ausschaut? Na weil ich es gemalt habe! 4.Ich wollte zum Nachdenken anregen, ob man seine Eltern in jeder Lebenslage ehren sollte oder nicht.
Mit freundlichen Grüßen: Marius

 
 

gebot_05.jpg Ich heiße Elisabeth Krebs (Lilli), bin 17 Jahre alt und gehe in die 13.Klasse. Das Gebot, zu dem mein Dekalogbild gestaltet ist lautet "Du sollst nicht töten", dabei habe ich mich besonders mit dem Begriff "töten" auseinandergesetzt und einmal alles aufgeschrieben, was man heute mit dem Begriff in Verbindung setzen könnte, zum Beispiel Angst, Trauer, Krieg, Mord, Verzweiflung, Schrei, Bomben, Katastrophe usw. Dann habe ich versucht jedem Wort ein Bild zu geben (In Acryl auf Leinwand). Die Farbe Rot kam dem Thema dabei sehr nahe. Bilder, die man jeden Tag auch in den Nachrichten sehen kann... So, das wars von mir. Nette Homepage übrigens! Is richtig gut geworden! Schöne Osterfeiertage!
Lilli
 
 

gebot_06.jpg Isch bin der Lukas Mannheimer, bin bald 21 und komme aus der bedeutenden und beliebten Hafenstadt Wismar (kennst du vielleicht aus melancholisch angehauchten Geschichten deines Großvaters, und ich kann dir versprechen es gibt sie wirklich). Zur Zeit bin ich fleißiger Student der später möglicherweise einmal lukrativen und dafür momentan umso langweiligeren Ingenieurskunst "Elektrotechnik" in Berlin. Nun zu meinem Gebot welches wohl die Bitte beschrieb, doch möglich vom Ehebruch abzusehen. Dazu kann ich nur sagen, dass Vertrauen und Treue besonders in der heutigen doch teilweise sehr herzlosen Zeit wichtiger sind als je zuvor. Ich glaube das man das nicht nur speziell auf der Heiratsschiene sehen sollte! Mensch, denkt doch mal nach bevor du einem anderen Menschen weh tust! Ich merk schon, ich hol gleich zu nem kompletten Rundumschlag auf alle Gebote aus. Deshalb zum Schluss ein philipinisches Sprichwort: "Die Ehe ist wie ein heißer Brei, den man nicht auspucken darf wenn er einem den Mund verbrennt..." In diesem sinne... Ich hoffe damit sind alle Fragen beantwortet - ansonsten schreib misch einfach, alter.
lg lukas
 
 

gebot_07.jpg Hallöchen, ich bin Kathi Thomas, 22 Jahre jung und aus Rostock, bzw. bald aus Boltenhagen. Dort werde ich ab April in einem Hotel im Kosmetik- und Wellnessbereich tätig sein.
Das Bild zum Gebot "Du sollst nicht stehlen!", ist der Gegenwart angepasst. Ich frage mich, ob auch in der Zukunft weiterhin gestohlen wird und wenn ja, was? Oder kann die Menschheit doch irgendwann die Gebote Gottes annehmen und umsetzen? Klar!!
Na dann liebe Grüße an euch.
Bis bald, die Kathi
 
 

gebot_08.jpg Sara Bock, 21 jahre, groß (!) geworden in Wismar (in Waren/Müritz geboren), studiert Grafik-Design/Buchkunst (2.Semester) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. "Du sollst nicht lügen" - oder wenigstens gut: "Ehrlich, das war der Hund!" Ich hoffe is alles ok! Ok? Dann liebe grüße an den Rest der Trubbe und ich geh jetzt pennen. Jute Nacht!
sara
 
 

gebot_09.jpg Ich bin 18 Jahre alt und aus Güstrow. Da geh ich auch zum Gymnasium. Das Bild habe ich mit Wasserfarben gemalt. Dabei liegt der Schwerpunkt vor allem auf den roten Farbtönen. Sie sollen den warnenden Charakter des Gebotes zusätzlich hervorheben. Mit dem Bild möchte ich die Kernaussage des Gebotes wiedergeben, deshalb habe ich mich auf einfach strukturierte Formen beschränkt. Mit freundlichen Grüßen, Markus Mastaler
 
 

gebot_10.jpg Johanna Benz, hatte die Idee, Zeichnerin zu werden schon ab und zu, in der Zwölften hat sichs dann verschärft. Ich nahm die sächsische Mundart in Kauf und begann im Oktober 2005 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig genau das zu studieren.
§10: Warum soll ich nicht die Nachbarin begehren? Gerade an Ihrem Po habe ich gefunden, was mir so zum rüberluschern wirklich zusagt. Der Wunsch nach dem benachbarten Schrebergarten ist immer schon verlockend, die Gebote gebieten meinem unwirschen Begehren Einhalt, belehren mich, genügsam und dankbar mit meinem Zeug umzugehen. Und es geht um bedingungsloses Lieben! Das Weib zählt dabei sicher nicht zu Haus, Hof und Vieh und jemandes Besitz. Und es ist sicher unschädlich für eine Beziehung, sich ab und zu umzuschauen, nur interessehalber natürlich, dabei lernt man das Eigene schätzen, Schätzchen! Was soll ich dir schreiben, kannst ja anrufen, wenn was fehlt,
Johanna

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