vom 29. August 2007 in Kurse, Rückspiegel | Kommentar schreiben

Segelfreizeit der KJM

Mit allen Sinnen ...*segelminiatur.jpg

"Ob uns wohl allen klar war, was uns an diesem ersten Segeltag erwarten sollte, als wir uns gegen 14 Uhr im Alten Hafen zu Wismar zum IV. KJM-Segeltörn trafen?" Besser hätte man die Logbucheintragung des diesjährigen KJM-Segelns wohl kaum beginnen können, denn das, was uns an diesem 29. Juli und an den zehn weiteren Tagen erwartete, war ohne jede Untertreibung einfach großartig!

Die nunmehr vierte Auflage der "KJM - Vom Winde verweht" führte uns also auf unserer altbekannten und heiß geliebten "Qualle" von Wismar, über Bornholm, Christians Ã? und Utklippan nach Karlskrona/Schweden und im legendären Hiortenrace zurück nach Rostock. Und es wartete eine große Neuerung auf uns: Nachtsegeln! Während die vergangenen Jahre mit mehr oder weniger gemächlichen Tagestouren von Hafen zu Hafen aufwarteten, so hieß es diesmal, sich auf hoher See die Nächte um die Ohren zu schlagen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: "Nacht" weil ... nun, die in der Zeit von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens anzutreffende Dunkelheit ist nun mal ruhigen Gewissens als "Nacht" zu bezeichnen, und "um die Ohren schlagen", weil uns zumindest in der ersten Nacht (genauer gesagt von 16 Uhr Nachmittag bis zum nächsten Tag gegen Abend) die Wellen derart "um die Ohren" schlugen, dass sich gut die Hälfte unserer Crew schneller als ihr lieb war und teilweise sogar in immer kürzeren Intervallen über der Reling hängend wieder fand. Ja ja, was so ein Wachdienst in der Nacht nicht so alles mit sich bringt :mrgreen: .

Der eine oder andere mag nach diesem ersten Ritt wohl angezweifelt haben, ob es eine so gute Idee gewesen war, gerade in diesem Jahr auf große Fahrt zu gehen, aber wer sich ab dem nächsten Tag nicht schleunigst eines besseren hat belehren lassen, der war entweder nicht mit an Bord oder hatte seine gesamten Sinnesorgane komplett auf stand by geschaltet. Definitiv eine der schlechteren Entscheidungen, denn gebraucht wurden sie alle unentwegt!

Wir sahen bezaubernde Sonnenaufgänge, noch bezauberndere Sonnenuntergänge, weit und breit nichts als Wasser mit nur uns obendrauf, Wasserglühwürmchem im Buckwasser, die schönste, kleine Insel der Welt, die wohl einsamste kleine Insel der Welt, viele liebe nette Menschen, ein paar nicht so nette, ein großes Jubel-Trubel-Hafenfest. Wir hörten lauten Wind, leisen Wind und auch manchmal gar keinen, das Wasser, viele Stimmen, Lachen, Gesang und wie die Welt klingt. Wir schmeckten die wohl großartigsten Abendessen der ganzen Ostsee und rochen, wie es riecht, wenn man vergisst, die Spülung auszuschalten und das Bordklo überläuft ... und wir fühlten uns einfach großartig!

Aber man hatte auch gar keine andere Wahl, als es einem gut gehen zu lassen, denn zwischen Segeln, Spielen, Kochen, Singen, Spazieren gehen, sich die Sonne auf den faulen Pelz brennen zu lassen und wieder Segeln bleibt nun mal einfach keine Zeit für trübsinnige Gedanken.

Danke an Berni, Tom und Finn für die stets sichere Fahrt und den ganzen Spaß. Und danke besonders an Sandra und an euch alle für die wunderbare Zeit. Wann auch immer die Segel neu gehisst werden, ich bin dabei.
(Michi Zehe, Neustrelitz)

segeltorn.jpg

Falls du Fragen hast schreib einfach einen Kommentar.
Du kannst dich aber auch gleich zu diesem Kurs anmelden.

Kommentar schreiben




[ Vorschau ]

highslide for wordpress