vom 19. März 2010 in Rückspiegel | Kommentar schreiben

Dekanatsjugendräte-WE

Dekaräte auf Partnersuche in Vorpommern

Was uns beim Dekarätewochenende im März über den Weg lief...

Gleich zu Beginn muss eines geklärt werden: Ich zweifel nicht daran, dass die Jugendlichen in den Dekanatsjugendräten phantasievoll, kreativ und kompetent genug sind, um spannende und gelungene Veranstaltungen für euch in den Dekanaten und Gemeinden auf die Beine zu stellen. Aber warum müssen wir denn immer das Rad neu erfinden, während andere damit schon die Tour de France fahren? Dafür muss man nur eines machen – sich auf den Weg. Nach einem Dekanatsaustausch flüchteten wir somit flux aus dem Haus und fuhren an die vorpommersche Küste, in ein ganz anderes Bistum. Gedanklich oft so fern, aber doch so nah. Und was wir alles auf unserer 12h-Tournee sahen:

Ein kleines Volk von Waldmenschen mit dem Motto „Möglichst wenig Aufwand für möglichst viel Komfort“ war im Wald nahe Barth unsere erste Station. Nicht nur wir bildeten uns an diesem Tag fort. Auch das Team der Outdooragentur "OutandOut" schlaute sich an diesem Wochenende auf und nahm sich Zeit für uns um von sich und ihrer Ideen- und Angebotswelt bei Kaffee und Tee zu berichten. Neben vielen Ideen und Gedanken kam uns die Erkenntnis, dass wir feste Unterkünfte bislang völlig überbewertet haben. Das müssen wir uns nochmal näher anschauen. Weiter ging es ins Bibelzentrum mit der Frage, wo wir in unserem Alltag überall auf die Bibel treffen und wie wir das in unserer Jugendarbeit für euch umsetzen können. Schon spannend, aber nach dem Sauerstoffüberschuss vorher, war die Kaffeepause hinterher lebensnotwendig. Reif für die Insel, ging es nach Zingst auf den Darß zur Katholikenparty – der Vorabendmesse. Die Band waren wir, eine buntgemischte Gemeinde aus Kurgästen, Urlaubern und sehr sangesfreudigen Insulanern war kräftig dabei. Der Gottesdienst war durch ein kurzweiliges Predigtgespräch dynamisch, überraschend, einfach gut. Ein Seebrückenabendbrot wehte uns den Kopf frei und erfüllt vom Heiligen Geist fuhren wir zurück in den finsteren Wald, um das Waldvolk von Outandout ein wenig zu missionieren und okay, auch um ein Bier zu trinken. Ob es uns am Feuer gelungen ist? Vielleicht! Umgekehrt auf jeden Fall. Wir wollen nämlich zurück in den Wald, um in und mit Gottes Schöpfung zu wohnen.

Was bleibt nach unserer 12h-Tournee?

"Dieses Wochenende hat wieder ein bisschen zusammengeschweißt und wir sind näher zusammen gerückt. Ich denke, jeder ist mit verschiedenen Erfahrungen nach Hause gegangen. Sei es die aufregende Nacht im Wald, der Zusammenhalt, das umgehen mit "weniger ist mehr", sich auf das Wichtigste zu beschränken und das Wenige zu schätzen." (Miriam Tute)

"Coole Gel-Uhren, ein Einbruch in die Gästetoilette der Touristeninformation, ein Treffen von Religionen- sei es der Wald, der Katholizismus, die Bibel oder das Angeln...und natürlich ganz viel Spaß, schlechte Anmachsprüche und Wortwitze." (Malte Löning)

"Die Lust auf Natur und Freiheit und neue Energie für die Dekanatsarbeit." (Alex Scholz)

"Es bleibt das Gefühl, das Gemeinschaft warm hält und wir dafür nicht viel mehr als uns selber brauchen." (Georg Mangelsdorf)

...und das Gefühl, etwas Gutes erlebt zu haben, dass wir gerne an euch weitergeben wollen!

Sandra Klemke

Fotos von Pia Rickert

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